Ein PDF kennt zwei völlig verschiedene Passwörter, und nur eines davon ist eine echte Hürde. Das Öffnungspasswort verschlüsselt die Datei — ohne dieses Kennwort geht nichts, auch mit keinem Werkzeug der Welt. Das Berechtigungspasswort dagegen verschlüsselt nur formal: Die Datei öffnet sich ohne Nachfrage, und die Sperren für Drucken, Kopieren und Bearbeiten sind lediglich Flags, an die sich Betrachter freiwillig halten. Beide lassen sich kostenlos mit PDF entsperren aufheben — im Browser, wobei die Datei und das eingetippte Passwort das Gerät nie verlassen. Was das Werkzeug bewusst nicht kann: ein vergessenes Passwort erraten.
Der Kontoauszug der Bank fragt jedes Mal nach dem Geburtsdatum. Die Entgeltabrechnung aus dem Mitarbeiterportal will die Personalnummer. Der Bescheid der Versicherung öffnet sich zwar, lässt sich aber nicht drucken. Drei Situationen, drei sehr unterschiedliche technische Ursachen — und nur wenn man sie auseinanderhält, wählt man das richtige Vorgehen.
Zwei Passwörter, zwei Probleme
Der PDF-Standard kennt das Benutzerpasswort (im Deutschen meist Öffnungspasswort genannt) und das Besitzerpasswort (Berechtigungspasswort). Eine Datei kann keines, eines oder beide haben.
Das Öffnungspasswort entscheidet, ob die Datei überhaupt lesbar ist. Ohne das richtige Kennwort bekommt der Betrachter nur verschlüsselte Bytes zu sehen. Das ist echter Schutz.
Das Berechtigungspasswort entscheidet, was jemand mit der geöffneten Datei tun darf: drucken, Text kopieren, Anmerkungen setzen, Formularfelder ausfüllen, Seiten entnehmen. Es ist nur dann eine Hürde, wenn man die Datei verändern will — geöffnet wird sie ohne Nachfrage.
An diesem Punkt beginnt das Missverständnis. Der Berechtigungsschutz sieht in der Oberfläche wie Sicherheit aus, und die meisten Anleitungen im Netz behandeln beide Fälle über einen Kamm. Tatsächlich ist der zweite in Sekunden aufgehoben, ohne dass irgendjemand irgendein Passwort kennen müsste. Warum das so ist, erklärt der nächste Abschnitt — und wer es einmal verstanden hat, verlässt sich nie wieder auf ein Berechtigungspasswort.
Wie die PDF-Verschlüsselung wirklich funktioniert
Verschlüsselt wird ein PDF nie direkt mit Ihrem Passwort. Die Datei wird mit einem zufälligen Dateischlüssel verschlüsselt, und dieser Schlüssel wird anschließend zweimal eingepackt: einmal so, dass er sich mit dem Benutzerpasswort öffnen lässt, einmal so, dass er sich mit dem Besitzerpasswort öffnen lässt. Beide Pakete liegen im sogenannten Verschlüsselungswörterbuch der Datei.
Beim Öffnen probiert ein Betrachter zuerst das leere Passwort gegen das Benutzerpaket. Gelingt das, ist der Dateischlüssel da, und das Dokument erscheint ohne Nachfrage. Erst wenn es misslingt, erscheint der Passwortdialog.
Daraus folgt die entscheidende Einsicht: Eine Datei, die sich ohne Nachfrage öffnet und nur das Drucken verbietet, hat ein leeres Benutzerpasswort. Der Dateischlüssel liegt für jeden greifbar in der Datei. Die Sperren sind reine Absichtserklärungen — ein paar Bits, an die sich Adobe Reader, Vorschau und Chrome freiwillig halten, weil der Standard es so vorsieht. Ein Werkzeug, das die Datei neu schreibt, lässt das Verschlüsselungswörterbuch einfach weg. Es muss dafür nichts knacken.
Beim Öffnungspasswort ist die Lage grundlegend anders. Hier ist das Benutzerpaket tatsächlich mit Ihrem Kennwort verschlossen. Ohne das Kennwort gibt es keinen Weg zum Dateischlüssel — nicht für ein Onlinewerkzeug, nicht für Acrobat, nicht für uns.
Die Verschlüsselungsverfahren im PDF
Der Standard hat vier Generationen durchlaufen, und die Unterschiede sind für die Frage nach der Sicherheit erheblich.
- RC4 mit 40 Bit (Acrobat 3, Mitte der Neunziger). Die Schlüssellänge ist nach heutigen Maßstäben winzig; das Verfahren gilt als überholt. Dokumente aus dieser Zeit begegnen einem noch in alten Archiven.
- RC4 mit 128 Bit (Acrobat 5 bis 6). Längerer Schlüssel, aber RC4 selbst gilt inzwischen als gebrochenes Stromchiffre-Verfahren und wird in modernen Protokollen nicht mehr eingesetzt.
- AES mit 128 Bit (Acrobat 7 bis 9). Solider Blockchiffre-Algorithmus, aber die Ableitung des Schlüssels aus dem Passwort ist schwach: eine kurze MD5-Kette, die sich sehr schnell durchprobieren lässt. Die Chiffre ist stark, der Weg zum Schlüssel ist es nicht.
- AES mit 256 Bit (Acrobat X und alles seither, festgeschrieben in ISO 32000-2). Hier wird das Passwort über eine bewusst aufwendige, vielfach wiederholte SHA-2-Konstruktion in den Schlüssel überführt. Jeder einzelne Rateversuch kostet spürbar Rechenzeit. Ein starkes Passwort ist damit praktisch nicht durch Raten zu überwinden.
Praktisch heißt das: Ein aktuelles PDF mit ordentlichem Öffnungspasswort ist sicher. Ein PDF von 2004 mit dem Passwort 1234 ist es nicht — nicht wegen des Formats allein, sondern wegen der Kombination aus altem Verfahren und schwachem Passwort.
Warum Berechtigungssperren keine Sicherheit sind
Diese Erkenntnis hat zwei praktische Seiten, und beide sind wichtig.
Für den Empfänger heißt sie: Wenn ein Dokument sich öffnet, aber nicht drucken lässt, brauchen Sie kein Passwort und keinen Trick. Ein Werkzeug, das die Datei ohne Verschlüsselungswörterbuch neu schreibt, hebt die Sperre auf. Das ist kein Umgehen eines Schutzes im technischen Sinn, sondern das Ignorieren einer Bitte.
Für den Absender heißt sie: Wer verhindern will, dass ein Angebot ausgedruckt oder ein Text herauskopiert wird, erreicht mit dem Berechtigungspasswort nichts. Wer wirklich schützen will, braucht ein Öffnungspasswort und muss es dem Empfänger auf einem anderen Weg mitteilen. Wie man das sauber macht, steht im Beitrag PDF mit Passwort schützen; das Werkzeug dazu ist PDF mit Passwort schützen.
Wer nur signalisieren will, dass ein Dokument ein Entwurf ist und nicht weiterverbreitet werden soll, ist mit einem sichtbaren Hinweis ehrlicher bedient als mit einer Sperre, die niemanden aufhält — siehe PDF-Wasserzeichen kostenlos hinzufügen.
Schritt für Schritt: Passwort im Browser entfernen
Der Weg braucht keine Installation und funktioniert unter Windows, macOS, Linux, Android und iOS.
- Prüfen, um welchen Fall es sich handelt. Öffnen Sie die Datei doppelt und beobachten Sie: Erscheint eine Passwortabfrage, haben Sie ein Öffnungspasswort. Öffnet sich das Dokument sofort, greift höchstens eine Berechtigungssperre — erkennbar daran, dass Drucken oder Kopieren ausgegraut ist.
- Die Datei in PDF entsperren ziehen. Sie wird im Browser gelesen, nicht übertragen. Das Werkzeug prüft zunächst selbst, ob überhaupt eine Verschlüsselung vorliegt.
- Den stillen Versuch abwarten. Handelt es sich um eine reine Berechtigungssperre, ist die Sache damit schon erledigt: Das Ergebnis liegt bereit, ohne dass Sie etwas eingetippt hätten. Genau das ist der oben beschriebene Mechanismus in Aktion.
- Andernfalls das Passwort eingeben. Es bleibt im Speicher des Browsers und wird nirgendwohin gesendet. Achten Sie auf Groß- und Kleinschreibung und darauf, ob Ihr Kennwort ein Datum mit oder ohne Punkte verlangt — das ist die häufigste Fehlerquelle bei Bankdokumenten.
- Herunterladen. Die entsperrte Datei erhält den Zusatz
-entsperrt. Sie öffnet sich ab jetzt ohne Nachfrage, lässt sich drucken, kopieren und weiterverarbeiten. - Gegenprüfen. Datei schließen, in einem anderen Programm erneut öffnen. Kommt keine Abfrage mehr, steht die Änderung wirklich in der Datei.
Technisch läuft im Hintergrund qpdf, ein etabliertes quelloffenes PDF-Werkzeug, das für den Browser nach WebAssembly übersetzt wurde. Es bekommt die Datei und gegebenenfalls das Passwort im Arbeitsspeicher der Seite übergeben und schreibt das Dokument ohne Verschlüsselungswörterbuch neu. Der Seiteninhalt bleibt dabei unberührt: Schriften, Bilder, Vektorgrafiken, Anmerkungen und Lesezeichen sind hinterher unverändert, es findet keine Neukodierung statt.
Warum „ohne Upload" hier mehr ist als ein Verkaufsargument
Bei einem gewöhnlichen Online-Werkzeug schicken Sie eine Datei auf einen fremden Rechner. Beim Entsperren schicken Sie zwei Dinge: die Datei und das Passwort. Und weil Passwörter bekanntlich wiederverwendet werden, ist das zweite oft das heiklere von beiden.
Genau die Dokumente, die in Deutschland verschlüsselt verschickt werden, sind die, die man am wenigsten weitergeben möchte:
- Kontoauszüge und Depotauszüge. Viele Banken und Sparkassen versenden PDF-Auszüge standardmäßig verschlüsselt, oft mit einem aus Geburtsdatum oder Kundennummer abgeleiteten Kennwort.
- Entgeltabrechnungen. Lohnbüros und Personalportale liefern die monatliche Abrechnung regelmäßig als geschütztes PDF aus.
- Versicherungs- und Rentenunterlagen, Beitragsbescheide, Meldebescheinigungen zur Sozialversicherung.
- Mandantenunterlagen und Befunde. Für Anwältinnen, Steuerberater, Ärztinnen und Notare gilt die Schweigepflicht nach § 203 StGB. Wer solche Dateien auf einen fremden Server lädt, verlässt den Bereich, den er selbst kontrolliert.
Verarbeitung im Browser heißt in diesem Zusammenhang etwas sehr Konkretes: Es gibt keine Serverkopie, die jemand löschen müsste, keine Aufbewahrungsfrist, über die man diskutieren kann, und keine Auftragsverarbeitung im Sinne der DSGVO, die vertraglich zu regeln wäre — weil schlicht keine Daten übermittelt werden. Nachprüfen können Sie das selbst: Öffnen Sie vor dem Entsperren die Entwicklerwerkzeuge Ihres Browsers und sehen Sie im Netzwerk-Tab nach. Beim Entsperrvorgang erscheint dort keine Übertragung Ihrer Datei.
Das ist übrigens ein Punkt, an dem sich die Angebote am Markt tatsächlich unterscheiden — nicht in der Qualität des Ergebnisses, denn eine entsperrte Datei ist eine entsperrte Datei, sondern darin, wo der Vorgang stattfindet.
Die anderen kostenlosen Wege
macOS Vorschau. Öffnen Sie das PDF und geben Sie das Passwort ein. Dann Ablage → Exportieren, im Exportdialog das Häkchen bei Verschlüsseln nicht setzen und speichern. Das Ergebnis ist unverschlüsselt. Der Weg ist offline, kostet nichts und ist unter macOS vorinstalliert. Achten Sie darauf, den Export zu benutzen und nicht Duplizieren — eine Kopie bleibt verschlüsselt.
qpdf auf der Kommandozeile. Dasselbe Werkzeug, das im Browser läuft, gibt es auch als klassisches Programm für Windows, macOS und Linux. qpdf --decrypt --password=IhrPasswort ein.pdf aus.pdf entfernt den Schutz. Ohne --password funktioniert der Befehl bei reinen Berechtigungssperren ebenfalls. Für einen ganzen Ordner mit gleichem Passwort genügt eine Schleife der Shell — der einzige Weg in dieser Liste, der sinnvoll skaliert.
Adobe Acrobat Pro. Datei öffnen, Werkzeuge → Schützen → Sicherheitseinstellungen, Sicherheitsmethode auf Kein Schutz stellen, speichern. Bei einer Datei mit Besitzerpasswort verlangt Acrobat dieses Kennwort — anders als qpdf, das die Sperre schlicht nicht nachbildet.
Der Umweg über den Druck. Ein geöffnetes PDF über Drucken → Als PDF speichern neu ausgeben. Das Ergebnis ist unverschlüsselt, aber die Seite wird neu gerendert: Formularfelder, Anmerkungen und je nach Treiber auch Teile der Textebene gehen verloren, und die Dateigröße ändert sich. Bei einer Datei mit Druckverbot funktioniert der Weg ohnehin nicht. Nur als Notlösung.
LibreOffice Draw. Kann verschlüsselte PDFs mit Passwort öffnen und wieder exportieren. Weil dabei das gesamte Layout interpretiert und neu aufgebaut wird, verändern sich Schriften und Positionen häufig. Für Dokumente, auf deren Erscheinungsbild es ankommt, ist der Weg ungeeignet.
Vergleich der Methoden
Alle Wege liefern am Ende eine unverschlüsselte Datei. Sie unterscheiden sich darin, ob Datei und Passwort das Gerät verlassen, ob eine Installation nötig ist und ob der Seiteninhalt unangetastet bleibt.
| Methode | Öffnungspasswort (Kennwort bekannt) | Berechtigungssperren | Datei verlässt das Gerät | Passwort verlässt das Gerät | Seiteninhalt unverändert |
|---|---|---|---|---|---|
| Browser-Werkzeug mit lokaler Verarbeitung | Unterstützt | Unterstützt | Nein | Nein | Unterstützt |
| Onlinedienst mit Server-Verarbeitung | Unterstützt | Unterstützt | Ja | Ja | Unterstützt |
| macOS Vorschau: Exportieren ohne Verschlüsselung | Unterstützt | Unterstützt | Nein | Nein | Teilweise |
| qpdf (Kommandozeile) | Unterstützt | Unterstützt | Nein | Nein | Unterstützt |
| Adobe Acrobat Pro: Sicherheitseinstellungen | Unterstützt | Teilweise (Besitzerpasswort nötig) | Nein | Nein | Unterstützt |
| Drucken in eine PDF-Datei | Teilweise (nur ohne Druckverbot) | Teilweise | Nein | Nein | Nicht unterstützt |
Was das Entfernen nicht kann — und warum das gut so ist
Ein vergessenes Öffnungspasswort lässt sich mit keinem der genannten Werkzeuge wiederherstellen. Das ist keine willkürliche Einschränkung, sondern der Sinn der Verschlüsselung. Wer das anders verspricht, verkauft Ihnen entweder ein Programm, das Passwörter durchprobiert — was bei aktuellen Dateien mit ordentlichem Passwort nicht zum Ziel führt —, oder er lädt Ihre Datei auf einen fremden Rechner, was das Problem nur verlagert.
Praktikable Wege bei einem vergessenen Kennwort:
- Bei Bank-, Versicherungs- und Lohndokumenten das Schema nachschlagen. Sehr oft steht im Anschreiben oder in der Hilfe des Portals, wie das Passwort gebildet wird — Geburtsdatum in der Form TTMMJJJJ, die letzten vier Ziffern der Kundennummer, die Personalnummer. Zwei Minuten Suchen ersetzen jeden Knackversuch.
- Das Dokument neu anfordern. Portale stellen Auszüge und Bescheide in aller Regel erneut bereit, häufig mit der Möglichkeit, den Schutz vorher abzuwählen.
- Beim Absender nachfragen. Bei einem selbst geschützten Dokument aus dem eigenen Haus ist das der schnellste Weg.
Die Rechtslage in Deutschland
Der Vorgang ist erlaubt, wenn Sie über das Dokument verfügen dürfen — Ihre Gehaltsabrechnung, Ihr Kontoauszug, ein Dokument, das Sie selbst geschützt haben, oder eines, für das Ihnen der Berechtigte den Zugriff eingeräumt hat.
Er ist es nicht, wenn Sie sich Zugang zu fremden Daten verschaffen. § 202a StGB stellt das Ausspähen von Daten unter Strafe, die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind — eine Verschlüsselung ist genau das. Kommt der Zugang durch Umgehen einer wirksamen technischen Schutzmaßnahme an einem urheberrechtlich geschützten Werk zustande, greift zusätzlich § 95a UrhG.
Der Berechtigungsschutz ist juristisch die interessantere Grauzone, gerade weil er technisch keine Hürde ist. Die pragmatische Linie: Ein Dokument, das Sie legitim erhalten haben und das sich ohne Passwort öffnet, dürfen Sie in aller Regel für Ihre eigenen Zwecke druckbar machen. Was Sie danach mit dem Inhalt tun, richtet sich weiterhin nach Urheber-, Vertrags- und Datenschutzrecht — das Entfernen einer Sperre erweitert Ihre Nutzungsrechte nicht.
Grenzfälle
Die Datei ist gar nicht verschlüsselt. Manche Dokumente wirken geschützt, weil der Betrachter das Bearbeiten nicht anbietet. Ein reines Bild-PDF ohne Textebene lässt sich nicht bearbeiten, weil es keinen Text gibt — nicht, weil es gesperrt wäre. In dem Fall meldet ein gutes Werkzeug schlicht, dass es nichts zu entsperren gibt.
Beides gesetzt. Ein Dokument kann Öffnungs- und Berechtigungspasswort tragen. Mit dem Öffnungspasswort fällt beim Neuschreiben ohne Verschlüsselungswörterbuch beides zugleich weg.
Das Dokument ist digital signiert. Eine kryptografische Signatur sichert den Zustand der Datei ab. Das Entfernen der Verschlüsselung schreibt die Datei neu und macht die Signaturprüfung ungültig. Bei einem signierten Bescheid, dessen Nachweiswert Sie brauchen, bewahren Sie das Original unverändert auf und arbeiten nur mit einer Kopie weiter.
Anschließend komprimieren. Solange ein PDF verschlüsselt ist, kann kein Komprimierungswerkzeug etwas damit anfangen: Die Datenströme sind unlesbar. Die Reihenfolge lautet also erst entsperren, dann komprimieren — Details in PDF komprimieren kostenlos.
Anschließend wieder schützen. Wenn Sie eine entsperrte Datei bearbeitet haben und sie erneut geschützt weitergeben wollen, setzen Sie den Schutz zum Schluss neu. Ein Öffnungspasswort verhindert im Übrigen nicht das Ausfüllen: Der Empfänger tippt das Kennwort ein und arbeitet normal weiter.
Sehr große Dateien. Der Browserweg verarbeitet bis 100 MB pro Datei. Bei umfangreichen Scanstapeln auf älteren Smartphones kann der Arbeitsspeicher vorher an die Grenze kommen; am Rechner ist das kein Thema.
Häufige Fehler
Das Berechtigungspasswort für Sicherheit halten. Der teuerste Irrtum in dieser Liste — vor allem auf der Absenderseite. Wer vertrauliche Angebote mit einer Kopiersperre versendet, hat sie ungeschützt versendet.
Datei und Passwort gemeinsam durch dieselbe Leitung schicken. Wer ein geschütztes PDF auf einen Server lädt und dort das Kennwort eintippt, hat beide Hälften des Schutzes an derselben Stelle abgelegt. Wenn schon Passwörter im Spiel sind, sollte die Verarbeitung lokal bleiben.
Das Passwort per E-Mail hinterherschicken. Gilt für den Versand wie für den Empfang: Kennwort und Datei über denselben Kanal zu senden, hebt den Schutz praktisch auf. Ein Telefonat oder ein zweiter Kanal genügt.
Die entsperrte Datei am selben Ort ablegen wie die geschützte. Zwei Dateien mit fast identischem Namen, eine davon ungeschützt — irgendwann verschickt jemand die falsche. Legen Sie die entsperrte Fassung in einen eigenen Ordner und löschen Sie sie, wenn der Anlass erledigt ist.
Groß- und Kleinschreibung übersehen. PDF-Passwörter unterscheiden Groß- und Kleinbuchstaben. Bei Kennwörtern aus einem Datum ist außerdem entscheidend, ob Punkte dazugehören und ob das Jahr zwei- oder vierstellig ist.
Nach dem Entsperren nicht gegenprüfen. Öffnen Sie die neue Datei ein zweites Mal, am besten in einem anderen Programm. Erst dann wissen Sie sicher, dass die Änderung in der Datei steht und nicht nur eine Sitzung überdauert hat.
FAQ
Kann ich ein PDF-Passwort entfernen, das ich nicht kenne?
Nein, wenn es sich um ein Öffnungspasswort handelt. Der Inhalt ist dann mit einem Schlüssel verschlüsselt, der ohne das Kennwort nicht rekonstruierbar ist; bei aktueller AES-256-Verschlüsselung ist Durchprobieren praktisch aussichtslos. Handelt es sich dagegen nur um eine Berechtigungssperre — die Datei öffnet sich ohne Nachfrage —, brauchen Sie kein Passwort: PDF entsperren hebt sie in einem Schritt auf.
Verlässt meine Datei beim Entsperren den Rechner?
Bei der Verarbeitung im Browser nicht. Die Entschlüsselung läuft über ein nach WebAssembly übersetztes qpdf im Speicher der Seite; Datei und Passwort bleiben auf Ihrem Gerät. Sichtbar wird das im Netzwerk-Tab der Entwicklerwerkzeuge: Beim Entsperren wird keine Datei übertragen.
Wie entferne ich das Passwort eines Kontoauszugs meiner Bank?
Öffnen Sie den Auszug einmal mit dem Kennwort, das Ihre Bank vergeben hat — meist im Anschreiben oder im Onlinebanking-Hilfebereich beschrieben. Ziehen Sie die Datei dann in PDF entsperren, geben Sie dasselbe Kennwort ein und laden Sie das Ergebnis herunter. Danach öffnet sich der Auszug ohne Abfrage und lässt sich archivieren oder an den Steuerberater weitergeben.
Ändert sich die Qualität oder der Inhalt der Datei?
Nein. Entfernt wird ausschließlich die Verschlüsselungsschicht; die Datei wird ohne Verschlüsselungswörterbuch neu geschrieben. Schriften, Bilder, Vektorgrafiken, Anmerkungen und Lesezeichen bleiben unverändert, es findet keine Neukodierung statt. Die Dateigröße ändert sich allenfalls minimal.
Ist es legal, den Schutz eines PDFs zu entfernen?
Bei eigenen Dokumenten und solchen, über die Sie verfügen dürfen, ja. Sich Zugang zu fremden, besonders gesicherten Daten zu verschaffen, ist nach § 202a StGB strafbar; bei geschützten Werken kann zusätzlich § 95a UrhG greifen. Das Entfernen einer Sperre erweitert außerdem nie Ihre Nutzungsrechte am Inhalt.
Was ist der Unterschied zwischen Entsperren und Schwärzen?
Entsperren hebt den Zugriffsschutz auf und macht die Datei für alle lesbar, die sie haben. Schwärzen entfernt einzelne Inhalte aus der Datei. Beides zu verwechseln ist gefährlich: Eine entsperrte Datei enthält weiterhin alles, was vorher darin stand.
Kann ich das entsperrte PDF danach wieder schützen?
Ja. Bearbeiten Sie die Datei zu Ende und setzen Sie den Schutz zum Schluss neu — mit PDF mit Passwort schützen. Verschlüsseln Sie immer als letzten Schritt, weil viele Werkzeuge mit einer bereits verschlüsselten Datei nicht mehr arbeiten können.
Wann iFillPDF sinnvoll ist
Kontoauszüge, Entgeltabrechnungen, Bescheide, Mandantenakten: Beim Entsperren geht es fast immer um Dokumente, bei denen man weder die Datei noch das Passwort aus der Hand geben möchte. PDF entsperren läuft deshalb vollständig im Browser — ohne Konto, ohne Wasserzeichen auf dem Ergebnis, bis 100 MB pro Datei. Dieselbe Funktion finden Sie unter PDF-Passwort entfernen.
Was danach kommt, liegt daneben bereit: Seiten extrahieren, komprimieren oder neu schützen — alle drei ebenfalls im Browser, ohne Konto und ohne Wasserzeichen, jeweils eine Datei auf einmal. Das Ausfüllen ist die Ausnahme: Es läuft im Editor auf europäischen Servern in Frankfurt, verlangt für den Download ein kostenloses Konto, und der kostenlose Export trägt ein Wasserzeichen.